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Montag, 2. Juli 2018

Die gruselige Wahrheit über Fischpediküren



Seit einigen Jahren gehen viele Frauen nicht mehr einfach nur zur Pediküre. Nein, sie besuchen ein Fish-Spa! Wir verraten dir die hässliche Wahrheit, die hinter der Fischpediküre steckt.

Eigentlich klingt die Idee witzig: Du steckst deine rauen Füße in ein kleines Becken mit angenehm warmen Wasser. In dem Becken leben so genannte Garra Rufa, die Saugbarben. Sie knabbern deine Hornhaut und andere abgestorbene Hautschüppchen von deinen Füßen ab. Nach einer halben Stunde hast du samtweiche Füße, die Fische sind satt und zufrieden. Die Fish-Spa-Befürworter verkaufen uns die Idee jedenfalls so. Die Wahrheit über die Knabberfische ist aber leider eine andere.

Der Trend der Fischpediküre

Seit einigen Jahren verbreitet sich der Trend der Fish-Spas auf der ganzen Welt. Auch Promis wie Jessica Simpson (37) oder Kim Kardashian (37) lassen sich ihre Füße immer wieder von den kleinen Fischen anknabbern. Wie Dr. Tess Mauricio gegenüber der Onlineplatform „The list“ sagte, sind die Fische dafür bekannt, dass sie tote Hautzellen von den Füßen wegfressen, ohne dabei die lebenden Hautschichten zu verletzen oder gar für blutige Wunden zu sorgen. Die Saugbarben haben keine Zähne. Sie stupsen die toten Hautzellen an, bis diese sich lösen. Dann saugen sie sie einfach ein.

Es ist nicht alles eitel Sonnenschein

In der freien Natur würden die Fische Algen und kleine Pflanzen fressen. In den Fish-Spas müssen die Fische hungern, damit sie Appetit auf die abgestorbenen Hautschuppen bekommen. Die Situation der Fische ist also eher recht traurig. Die toten Hautschuppen stellen die Hauptnahrungsquelle der Saugbarben dar.

Tatsächlich werden manche der Fische so ausgehungert, dass einige Spa-Besucher von kleinen Fresswunden an ihren Füßen berichten. Und das, obwohl die Fische gar keine Zähne haben!

Wer die klassische Art der Pediküre bevorzugt, sollte beim nächsten Mal auf diese Tipps achten.

Die Becken sind Brutherde von Krankheitserregern

Oft können die kleinen Fischbecken zwischen zwei Behandlungen nicht ausreichend gereinigt werden. Weil hier mit Fischen gearbeitet wird, ist eine ausreichende Desinfektion unmöglich. Ekelhaft! Du weißt nie, ob die Person vor dir nicht Fußpilz hatte oder eine andere übertragbare Krankheit. Die Erreger bleiben womöglich im Becken zurück und können auf den nächsten Besucher übergehen. Das stellt vor allem für Menschen mit einem schwachen Immunsystem ein Risiko dar.

Das Leid der kleinen Knabberfische

Die „Royal Society for the Prevention of Cruelty for Animals“ aus England setzt sich für die Situation der Fische ein, wie „The Guardian“ auf seiner Internetseite berichtet . Die Garra Rufa haben hohe Ansprüche an ihre Aquarien: Sie brauchten eine bestimmte Temperatur und Wasserqualität, um sich wohlfühlen zu können. Ihre kleinen Becken im Fish-Spa seien kein idealer Lebensraum. Zum einen werde den Fischen keine Möglichkeit geboten, um sich zurückzuziehen oder zu verstecken. Jeder Besucher, der seine Füße in das Becken eintaucht, berge Gefahren für die Saugbarben.

Trägt der Besucher Lotionen oder Cremes auf der Haut, könne das die Wasserqualität des Beckens nachhaltig beeinflussen. Außerdem erschreckten sich die kleinen Fische, wenn die Füße zu heftig ins Wasser getaucht werden, und liefen sogar Gefahr, gequetscht zu werden. Unser Tipp: Lieber auf die Fischpediküre verzichten und die Füße auf eine Weise pflegen.

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