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Donnerstag, 28. Juni 2018

Blütenpollen als Nahrungsergänzungsmittel

In kleinen Mengen sind Pollen ein natürlicher Bestandteil des Honigs, da Bienen neben Blütennektar auch Blütenstaub sammeln. Um Pollen als eigenes Produkt zu ernten, bringen Imker am Eingang zum Bienenstock Pollenfallen an, wo die Bienen einen Teil des gesammelten Pollens abstreifen. Die Experten der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) erklären, warum die Pollenkörner so gesund sind.
Neben Blütennektar sammeln Bienen auch Blütenstaub. Neben Blütennektar sammeln Bienen auch Blütenstaub. - Foto: shutterstock
Da die Pollenkörner reich an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen sind und zudem gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, sind sie als Nahrungsergänzungsmittel äußerst beliebt. Sie stärken das Immunsystem und die Knochen, schützen das Herz-Kreislauf-System und wehren freie Radikale ab. Außerdem fördern sie die Verdauung und helfen bei Stress, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen: Wissenschaftlich bewiesen sind diese Wirkungen bislang jedoch nicht.

Auch sind 2 Teelöffel Pollen täglich – dies entspricht der empfohlenen Verzehrsmenge – zu wenig, um damit eine wirklich bedeutende Menge an Nährstoffen aufzunehmen. Um den Tagesbedarf an bestimmten Vitaminen, beispielsweise an Vitamin B6 zu decken, müsste man theoretisch rund ein halbes Kilo Bienenpollen essen, weist die VZS hin.

Diese Personen sollten keine Blütenpollen einnehmen

Menschen, die an einer Pollenallergie leiden oder auf Bienenstiche allergisch reagieren, sollten auf die Einnahme von Blütenpollen verzichten oder diesen nur nach Absprache mit ihrem Arzt einnehmen. Pollen kann nachweislich allergische Reaktionen auslösen, von einer Schwellung der Mundschleimhaut bis hin zum anaphylaktischen Schock. Personen, die nach einem Schlaganfall Gerinnungshemmer einnehmen, wird vom Verzehr von Pollen ebenfalls abgeraten.

Ein Kilo Bienenpollen kostet im Handel übrigens zwischen 20 und 30 Euro, teilweise auch über 60 Euro.

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